Kackphilosophie
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Aphorismen im Darm: Teil 3
Aphorismen über Kot sind vermutlich etwas anderes, als solche über Politik - das weiß doch jedes Kind.
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Einen erwachsenen Menschen auszuscheißen ist mit starken Schmerzen verbunden und nicht gerade hygienisch - doch manchmal lohnt es sich vielleicht.
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Lieber Scheiße am Schuh als Aphorismen im Darm.
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Wer ein Leben zur Verfügung hat, sollte keine Scheiße damit machen. Wer keines hat, ist entweder tot oder schwimmt eh im Kot rum.
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Ein dicker Haufen Kot ist als Fußball ungeeignet, sagt Nietzsche.
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I Had Too Much To Dream Last Night
Wenn du vorm Schlafen ne Kanne Kaffee säufst und dich dann hinlegst, dann träumst du schneller. Die Träume fliegen an die vorbei, wie die Bilder der Kamera aus einem Auto beim Indy-500-Rennen. So ähnlich war es auch bei mir letzte Nacht. Ich habe super geschlafen und schön geträumt. Ich habe real geträumt, was bei mir sehr selten ist, oder kann ich mich zu mindestens nicht an die irrealen Dinge erinnern. Im Schlaf ist es nämlich so, das man die ersten möglichen Gründe für irgendein Ereignis nimmt und ihnen absolutistisch die Rechte an diesem Ereignis zuschreibt. Nehmen wir an, du siehst im Traum, das dein ganzer Körper vollgeschmiert ist mit Exkrementen. Du schaust umher und siehst ein kleines Kind auf dem Spielplatz im Sandkasten sitzen und backen. Schon hast du deine Erklärung: Das Kind hat Kacke gebacken und dich damit beschmiert. Du schaust nicht weiter und siehst nicht die Klärgrube hinter dir, doch dann ist die Klärgrube auch wieder sofort aus deinem Traum gelöscht, falls sie überhaupt darin war, denn auch Träume sind logisch! Hinter der zum Ideal gehobenen Tugend verbirgt sich an aller Stelle ein Laster, der Ursprung jeglichen Handelns. Kein Mensch gibt und hilft wahrlich, dies ist ein Laster des Stolzes, denn wer schenkt, wer gemeinnützig ist, wer anderen Gutes schafft, der will darüber auch berichtet wissen. Ist Träumen ein Laster? Träumen ist unterbewusst, Träumen ist rein. Ich habe im Traum, sofern ich mich erinnere auch nie gekackt. Träumen richtet sich immer in die angenehme Richtung, alles Schlechte wird ausgeblendet, doch warum auch der Stuhlgang? Habe ich doch zuviel Scham? „Der Blick ins Klo nach dem Geschäft offenbart Stolz und Scham zugleich, welch grausame Verbindung?“ Wie du auf dem Bilde siehst, träume ich voran, und inspiriert daran, hoffe ich das es sprießt.
Fleisch-/-Fragmente
„
Leichen
Eine Legt Die Hand Ans Ohr/
Ne Kinderleiche Kriegste Ins Gesicht/
Eine Schwangere Blökt/
Oh! Strömt Euch Aus! Oh! Blüht Euch Leer!/
Und Nun Die Demut Aufgebrochen/
Stein Fühlt Auch Das Tier. Stein Ist.
Doch Was Ist Außer Stein?
Ich Speie Auf Mein Denkzentrum.
Worte Haben Wir Hervorgehurt/
Sie, Waschen Sie Mir Gefälligst Den Kot Aus Der Achselhöhle!
Und Das Rechte Herzohr Braucht Auch Nicht Grade
Aus Dem After Rauszusehn!/
Aus Eurem Kotleben Fortgeschlagen,
Umgreint Von Menschenvieh/
Umbrandet Stirn Und Blut/
Ich Brülle: Geist, Enthülle Dich!
Das Hirn Verwest Genauso Wie Der Arsch!
Schon Rülpst Der Darm Ihn Bruder An –
Schon Pfeift Ihm Vetter Hodensack – (Stürzt Auf Einen Kadaver)
Ich Muß Noch Einmal Dieser Frommen Leiche
Den Kopf Zerfleischen – Bregen Vor -! Ein Fleckchen!
Ein Fleck, Der Gegen Die Verwesung Spräche!!-
Das Fleckchen, Wo Sich Gott Erging...!!!
...
„
gez. Dionysos der Gekreuzigte" 28. August 1900
"Sehe ich mir ins Gesicht. Ich bin Hyperboreer und ich weiß gut genug wie abseits ich lebe! Leider hilft mir das nicht!"
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Gedankennullrunde
Die psychologische Spannung des Drucks liegt meist offen dar und macht es dem Betroffenen schwer noch einen Fuß auf trockenen Boden zu bekommen. Die Anzeichen des geschundenen Geistes gehen bis ins körperliche und sind immerwährend gleich, sie variieren nur in ihrem Ausmaß an Heftigkeit. Hierbei ist es auch unerheblich, ob der Druck nun von außen kommt, oder ob er von innen kommt. Dieser Unterschied legt sich bleiernd schwer nur auf das Ergebnis, denn wer hat schon so viel Stolz sich nicht selbst zu beschwichtigen und vor sich selbst zu versagen?
Meiner Meinung nach ist in diesem Punkt jeder Mensch gleich, es ändert sich immer nur der Wille zum Erfolg, und der hängt im Grunde nur von der Aufgabe ab. Hier kann das Thema, die Aufgabenstellung, die kommende Wirkung des Geschaffenen oder auch nur die Aufgabe an sich Ansporn sein diese Aufgabe zu lösen, doch ebenso können all diese Gründe sich auch wandeln in die größten Hindernisse.
Ich glaube, bei jeder Aufgabe entscheidet es sich schon nach erstem Schauen, ob man daran wächst, oder ob man daran scheitern möchte. Sicherlich gibt es beim weiteren Arbeiten Lücken die man überwinden muss um einen neuen Blick zu erlangen und schon kann es passieren, das sich neuer Wille aufbaut. Daher treiben wir die Arbeit auch immer bis an einen Punkt, den Fixpunkt an dem die Aufgabe soweit überschaut ist, das ein Urteil gebildet werden kann.
An eben diesem Punkt bin ich nu angelangt. Ich habe erkannt, das sich dieser Beitrag nicht wirklich gut weiterentwickeln wird, und das ich daran scheitern werde, zu mindestens nicht zu dem eigentlichen Ziel gelangen werde, das ursprünglich den Antrieb für diesen Kommentar gegeben hat. So gesehen ist dieser Beitrag eine Gedankennullrunde.
Die Frage ist natürlich nun berechtigterweise, warum steht dieser Beitrag dann hier? Und vor allem auch, was hat dieser Beitrag mit meinem Darm zutun? Hierzu sollten hoffentlich ein oder zwei Andeutungen, bzw. Beschreibungen genügen.
Ich habe gerade den mehr oder weniger morgendlichen Gang zur Toilette unternommen. Leider war mir der Herr Gott nicht gut geneigt und ich hatte nur wenig Klopapier. Auch sonst gab es in der Wohnung wenig geeignetes Ausweichmaterial. Ich hab gehofft und gebetet für einen Schiss, der wenig Papier verbraucht und was ist passiert? Ein lauter Aufschrei und schon war alles vorbei. Eine wahre Nullrunde, na ja, wenigstens habe ich das Papier gespart.
Genauso spielt es sich übrigens grade hier auch ab, und das ist der Grund, warum dieser Beitrag existiert: Ich hab eigentlich nichts zu sagen, doch der Anschein dessen Gegenteils fällt erst jetzt, doch der Anfang war hoffnungsvoll. Wie gesagt: eine Gedankennullrunde.
„Ein sich selbst beschreibender Prozess, der aus sich selbst heraus in der Manier eines Kuckucks einen großen Haufen setzt, der will zum Schutze vor weiteren wohl bewahrt werden.“
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Affektierte Kacke
Was gibt es Schlimmeres, als affektierte Manierismen, die dir beim ersten Mal noch einen Schleier vor die Augen werfen, doch schon beim zweiten Mal geschieht es, das sich dir die Nackenhaare aufstellen und du dir überlegst, wie es nur sein kann, das diese Menschen immer nach dir in die Drehtür hereingehen und trotzdem vor dir herauskommen.
„Die Frau, die ihre Schwächen nicht ertragen konnte, fand sich in einem Raum wieder, in dem die Menschen auf sie herabsahen. Es schien ihr, als starrte die ganze Welt auf sie herab, nur um zu sehen, wo ihre Schwächen lagen, doch sie behielt sie versteckt unter ihrem Rock. Sie ließ sie nicht hervor, nicht die feinste Nase hätte ihre Schwäche riechen können, das schärfste Auge blieb im Schleier und in den größten Ohren widerhallte nur die Neugier der Menschen, die ihren Blick nicht abwenden konnten. In jedem Blick, der die Frau traf, lag Neugier, Interesse und auch ein wenig Mitleid für ihre Situation, doch keiner konnte verheimlichen, dass er schaute, weil es dort unten soviel Hässlichkeit der Seele gab, keiner konnte sich von diesem schrecklichen Unfall abwenden.
„Öffne eine andere Tür!“ schrie es von oben, selbst die Menschen über ihr hoben den Kopf. Es musste also noch über denen etwas geben, das die Menschen das tun ließ, was sie eben taten, was sie ihr antaten. Sie wollte sich keine Blöße geben. Sie tat, als würde diese Situation sie nicht überfordern und ging ruhigen Schrittes noch ein wenig im Kreis bevor sie fragte: „Wer verlangt dies von mir?“ Völlige Stille legte sich über dieses Schauspiel. Langsam, nach und nach konnte sie bei einigen ein kleines Lächeln erkennen, doch ihr gelang es nicht zu bestimmen, ob dieses Lächeln ein mitleidiges oder ein herabwürdigendes war. Wieder hallte es von oben herab: „Öffne eine andere Tür!“
Sie war hilflos, es gab für sie in dieser Situation keine Fixpunkte, an denen sie sich orientieren könnte, sie stand im Licht und keine ihrer Bewegungen blieb ungesehen, nur ihr Verstand, an dem war sie noch allein. Innerlich schrie sie vor Verzweiflung, sie wollte schreien keinen hier erkannt zu haben, dieses Ereignis als Traum abzutun zu können und nie wieder ein Wort, noch einen Gedanken hieran zu verschwenden. Doch sie blieb hart, setzte sich auf den Boden und holte eine Zigarette heraus. Sie war beschäftigt, sie war abgelenkt, nichts konnte ihre Schwächen ans Licht rufen. „Nun öffne schon eine andere Tür! Wir sind es müde zu warten!“ hallte es wieder. „Wer seid ihr denn, und warum wollt ihr mich eine andere Tür öffnen machen?“ entgegnete sie. „Knie nieder, beuge dich der Situation, die du nicht beeinflussen kannst. Je mehr du dich wehrst, umso mehr werden dir Leiden sein. Öffne einfach eine andere Tür, verschließe dich nicht. Dann ist es vorbei und dir ist erlaubt dann zu gehen.“
Nun mischte sich die Menge ein und schrie im Kanon: „Öffne eine andere Tür!“ Die Frau stand auf, körperlich verwirrt durch diesen Schallkegel in dem sie sich befand, und schaute hinauf. Ein gleißendes Licht in der Mitte der Decke wurde angeschaltet. Sie konnte nichts mehr sehn, sie konnte nichts mehr hören, sie begann zu weinen. Es wurde still, ihr Schluchzen übertönte alles andere, doch all davon bekam sie nichts mit. Sie sackte wieder auf den Boden und unter ihren Tränen schrie sie hervor: „Was wollt ihr sehen? Wollt ihr mein klapprige Liebe sehen? Wollt ihr meine unvollkommenen Charakter sehen? Wollt ihr meinen unglaublichen Hass sehen, den ich Menschen entgegenbringe, die nichts verbrochen haben? Wollt ihr meine Schwächen sehen? Was ist es was ihr wollt?“
Das Licht ging aus, mit einem Male hatte sich vollkommene Dunkelheit ausgebreitet. Ein Lichtstrahl überzog den Boden auf dem sie lag. Sie erkannte eine Tür, die sich öffnete. Sie stand auf und ging zur Tür. An der Tür angekommen warf sie noch einen Blick durch ihre roten Augen nach oben, doch sie konnte nichts erkennen.
Diese Frau verließ das Gebäude, und ohne das sie es merkte, verließen noch hunderter andere hinter ihr das gleiche Gebäude.“
Beim dritten Male, das du diese selbst affektierten Worte zu hören bekommst, so merkst du, das diese „Manierismen“ schon ewig in dieser Drehtür festhängen. Also, Scheiß drauf, denn du kannst es nicht schaffen einen Schiss zum stinken zu bringen, der schön längst die feuchten Kehlen hinter dem weißen Glänzen heruntergeflossen ist.
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Batailles Kacke
"Die Schönheit, die in ihrer Vollendung das Animalische ausschließt, wird [deshalb] so leidenschaftlich begehrt, weil gerade sie durch den Besitz in animalischer Weise beschmutzt wird. [...] Die Schönheit ist in erster Linie deshalb wichtig, weil die Hässlichkeit nicht beschmutzt werden kann und weil das Wesen der Erotik die Beschmutzung ist. Die Menschlichkeit, das Kennzeichen des Verbots, wird in der Erotik überschritten. Sie wird überschritten, entweiht, beschmutzt. Je größer die Schönheit, desto tiefer die Beschmutzung"
„Küßt mich die Muse, will ich Tanzen, nicht unbedingt, aber vielleicht!“
„
ich habe scheiße in den augen
ich habe scheiße im herzen
gott läuft aus
lacht
strahlt
berauscht den himmel
der himmel singt aus vollem halse
der himmel singt
der blitz singt
der glanz der sonne singt
die augen trocken
das zerissene schweigen der scheiße
im herzen
„
George Bataille schafft es, alles was uns Unbehagen bereitet, wie es natürlich auch der GAU-Schiss tut, mit dem libidinösen Vergnügen zu verbinden. Bataille ist es, der uns die erotische Dimension des Beschmutzens vor Augen führt und uns mit dieser leidvollen Erkenntnis im Raum stehen lässt. Er ist der Freund, der uns den Weg zeigt, doch der uns nicht die Arbeit nimmt, die jedes Vergnügen in manchmal unersättlicherweise begleiten muss. Er gibt dem Akt des Kotens erotische Züge, wie kein anderer zuvor.
Ich bin, das muss ich gestehen kein Experte für Bataille, aber ich bin auch kein Laie. Ich will hier auch nicht große Kritik an Bataille vollziehen, ich will einfach nur auf ihn aufmerksam machen, so wie es eigentlich bei jeder Persönlichkeit dieser Reihe ist. Daher will ich an dieser Stelle auch mehr Bataille für sich selber sprechen lassen, doch ein Zitat hier ist nicht von Bataille und wer es findet, der darf es wegen mir behalten.
Batailles Kacke an sich, hier möchte ich nicht alle möglichen Varianten und dessen An-sich-haftenden-Dinge beschreiben, ich belasse es bei einem einzigen Bild, liegt dampfend aufm Teller und die Finger sind nicht weit.
„ich reibe mir meinen schwanz mit trauben
und wische mir den arsch mit äpfeln“-Krudi
Anmerkung: Ich selbst bin mit diesem Beitrag nicht zufrieden, daher wird er bei Gelegenheit und Muße noch einmal überarbeitet, bzw. umgearbeitet und an neuer Stelle wieder eingefügt, aber da ich mich kenne, kann dies ewiglich dauern. Daher solls das hier erstma tun.
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