Kackphilosophie
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Aphorismen im Darm: Teil 6
Kacken und sterben musst du wie ein Mann! (1996 hat Reuters eine Nachricht rausgegeben: Zwei polnische Bauern haben gesoffen und sich der Frage ergeben, wessen Kacke wohl am meisten stinkt. Nach einer Weile fingen sie dann an sich Eiszapfen über den Kopf zu schlagen. Dann nahm der eine Bauer seine Kettensäge und sägte sich den Fuß ab. „Das ist gar nichts!“ verlautete der andere Bauer und nahm die Kettensäge und sägte sich den Kopf ab. Später erklärte einer seiner Freunde: „Komisch, als er jünger war, trug er Frauenunterwäsche....aber gestorben ist er wie ein Mann!“)
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Königliche Kacke ist ein Geschenk, besonders zur richtigen Zeit am richtigen Ort! (Moulay Isamel war Sultan von Marokko und schenkte seinen Hofdamen Proben seines Stuhlgangs als besondere Gunstbeweise. /Ludwig der XIV von Frankreich verlobte sich mit Madame de Maintenon, als er gerade an seinem Tagesgeschäft saß.)
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ut sementem feceris, ita metes
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Aphorismen im Darm: Teil 5
Kacken sollte man am besten auf dem stillen Örtchen; diesbezüglich verfolge ich eine durchaus konservative Einstellung. Doch ob man währenddessen singt, euphorisch ist oder Übergewicht hat sollte jedem selbst überlassen bleiben.
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Gut geklaut ist halb geschissen.
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Der Karlsruher SC ist nun wirklich ein regelrechter Scheißverein, das kann selbst der kleine Jürgen (1,32 Meter) nicht wegdiskutieren.
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Die alteuropäischen Philosophen wollten, daß jeder nach ihm seiner eigenen Facon selig werde. Naja, ich geh erstmal einen gepflegten Schiß loswerden.
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So, fertig. Das war schön. Also: Ich denke, die haben mit dieser Facon-Sache im Prinzip gar nicht mal so unrecht. Auch ich halte das Leben im Allgemeinen und den Kot im Speziellen für reine "Geschmackssache".
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Aphorismen im darm: Teil 4
Ein guter Schiß ist schön, kein Zweifel. Doch gibt es mit Sicherheit wichtigere Dinge im Leben eines (kackenden) Menschen. Zu Ende gedacht und abschließend könnte man es auf folgende Formel bringen: Kacken ist die zweitschönste Nebensache der Welt.
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Es kommt, wie die alte Weisheit sagt, nicht allein auf die Größe an: auch Konsistenz, Farbe, Geruch usw. sind von entscheidender Bedeutung.
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Apropos Farbe: diese hängt in keiner Weise von der Hautfarbe ihres Produzenten ab. Vielmehr vom Gesundheitszustand. Nicht zuletzt deswegen bildet die Enttabuisierung des Kots die Keimzelle einer toleranteren, weltoffenen Gesellschaft.
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Manche Menschen schämen sich ihres Kots. Eine philosophische Theorie, die diesen nicht einbezieht, ist keinen müden Schiß wert bzw. total beschissen (z.B. die von Jürgen Habermas oder Jörg Wontorra).
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Es gibt nicht nur Politiker, die scheiße sind, sondern auch ganz viele andere Menschen, die man teilweise sogar persönlich kennt. Andererseits gibtb es aber auch Menschen, die man ganz doll liebhat. Und das ist total schön und viel wichtiger als so manches andere.
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Sadistische Kacke
Donatien Alphonse Francois de Sade, auch bekannt als Marquis de Sade, ist der Mann, dessen ich dieser Seite auch eine sexuelle Ebene geben möchte. Wer hat denn noch nicht von einem Episodenroman mit dem Titel „Die 120 Tage von Sodom“ gehört? Vielleicht kennen einige auch den gleichnamigen Film von Pier Paolo Pasolini aus dem Jahre 1975.
Wie auch die Vorkenntnisse sein mögen, es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen und diesen Film zu schauen. De Sade war kein ausschließlicher Pornographieschreiberling, er war Schriftsteller und Philosoph. Seine Werke, besonders erwähnenswert „Philosophie um Boudoir“, das ich leider noch nicht ganz zu Ende gelesen habe, sind literarisch und gesellschaftlich niveauvolle und interessante Texte. Keine dieser drittklassigen TV-Softpornos kommen dem wahren Marquis de Sade nahe. Es wäre sogar eher Stoff für einen großartigen Film. Mit 16 Jahren zog de Sade in den siebenjährigen Krieg, den eigentlich ersten Weltkrieg zwischen England im Verbund mit Preußen gegen den Rest der Welt. Nach dem Krieg heiratet de Sade aus finanziellen Gründen und lebte dann, auch zusammen mit seiner Frau seine sexuellen Neigungen aus. Dies verschaffte ihm in folgender Zeit ein Todesurteil gegen ihn. Er flüchtet nach Italien und schreibt Reiseberichte. Jahre danach kommt er nach Frankreich zurück, wird verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Nach einem Fluchtversuch wird er in die Bastille gesteckt. In dieser Zeit schreibt er seine ersten Bücher, in sehr kleiner Schrift und heimlich um nicht aufzufallen. Einige Tage vor dem Sturm auf die Bastille soll de Sade herausgeschrieen haben „Sie töten die Gefangenen hier drinnen!“. Nach dem Sturm war de Sade allerdings nicht frei, sondern wurde in eine Irrenanstalt gesteckt. In Folge der Revolution wurde er dann doch freigelassen. Unter der Schreckensherrschaft von Robespierre wurde er wieder verhaftet und wieder einmal zum Tode verurteilt. Nach dem Sturz des Diktators kam er wiederum frei. Er musste nun, nach der Scheidung von seiner Frau auf Grund der Einweisung in die Irrenanstalt, seinen restlichen Besitz verkaufen und lebte mehr schlecht als recht von seinen Publikationen. Drei Jahre später unter der Herrschaft von Bonaparte wurde er wegen der Veröffentlichung zweier seiner Bücher wieder ohne Gerichtsverhandlung in dieselbe Irrenanstalt eingesperrt. 1814 starb er dann mit 74 Jahren in dieser Irrenanstalt, in der er vorher noch mit den verrückten Insassen Theaterstücke aufführte.
Zu seinen Werken will ich nicht viel sagen, denn die sollte man selbst einmal gelesen haben. Für alle jungen Frauen, die dies hier lesen, möchte ich noch einmal hinweisen auf die „Philosophie im Boudoir“. Ich will hier zum Schluss dann noch einmal phantasieanregung geben, denn wie mag es wohl zugegangen sein als ein Mann, dessen Leben und Werk dem Sadismus seinen Namen gibt, ein Theaterstück mit Verrückten inszeniert? Also ich wäre gern dabei gewesen.
So, ich schätze mal, das de Sade´s Kacke vollkommen normale adelige Kacke gewesen ist, dessen Besonderheit in der Verwendung und eben dessen Bewusstsein liegt. Also dann, bis zur nächsten Kacke.
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Kackverlangen
Ich verlange, das jeder, der sich mit diesem identifizieren kann, folgenden Dinge auf dem Klo tun sollte! Er sollte:
- Gedichte nur auf dem Klo lesen, denn bei schlechten Gedichten ist die Verbindung nicht zu leugnen und bei guten Gedichten kann das Vergnügen nur gesteigert werden. Sind die Gedichte mittelmäßig, diese drei Kategorien sollten weitreichend implizieren wie es mit genaueren Wertbestimmungen zu halten ist, so kann man sie, je nach Kotkonsistenz oder Erlebnis, als ein Zeichen für eine gewisse Tendenz, sei es nun für den nächsten Keramikbesuch oder sonstige anstehende Aktivitäten, deuten.
- Versuche es Einjeder auf dem Klo mal die Verbindung von Darmkrankheiten und Alimenten zu ziehen. Eine Aufgabe, deren Lösung sich in mancherlei Fällen lohnen kann.
- Man sollte auch einfach so etwas Zeit auf dem Klo verbringen, dann erst sieht man genau, was man beim Geschäfte leicht übersieht. Man kann sich die runden Formen der Keramik anschauen, das restliche Interieur hat man meist schon in den wartenden Momenten genauer studiert, doch hat man es auch nur einmal gewissenhaft gemacht? Ohne auf etwas anderes zu warten? Nie abgelenkt gewesen durch einen gewissen Druck? Arrangiert mal das Klo neu und macht ihn zu einem Tempel, es kann sich lohnen.
- Streichhölzer, Deodorant oder Duftsteine auf dem Klo? Ich bin energisch dagegen. Soll doch jeder erkennen was eine gewisse Ernährung, ein gewisser Lebenswandel zur Folge hat. Mitbewohner? Auch er kann daraus lernen, denn wessen Scheiße stinkt, der kann kein leiser Furz sein.
- Kreative, humorvolle Liste erstellen, auf der man seinen Stuhlgang dokumentiert. Dies erwirkt einen gewissenhaften Blick auf deinen Körper bei jedem Gast deiner Toilette. Na gut, manchmal auch nur ein Kopfschütteln, aber egal was andere denken: es fördert deine Kreativität.
- Bete! Bete auf dem Klo. An keinem anderen Ort versprüht der sakrale Hilferuf mehr Wichtigkeit!
- Komme gut ins neue Jahr. Scheisse dich ins nächste. Setzte dich um kurz vor 12 auf den Pott und lass es krachen.
- Wie der Jahreswechsel so auch das wohlige Weihnachtsfest aus gegebenen Anlass. Wen gibt es denn, der über Weihnachten nicht ein wenig zunimmt, sei es nun an Verdruss oder an Gewicht, aber der Klogang sollte in dieser besinnlichen Zeit auch etwas mehr Augenmerk bekommen. Einfach mal die Atmosphäre mit aufs Klo bringen. Lohnt sich, besonders bei dem guten und reichlichen Weihnachtsstuhlgang.
So, dies sollte erst einmal genügen. Es sind natürlich Anregungen in erster Linie, aber probiert es mal. Welch Schiss vergnüglicher, welch Stuhl fester, welch Dampf heller als das weihnachtliche Allerlei!
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